Cannabis bei Epilepsie:

Kann medizinisches Cannabis Anfälle lindern?


Was ist Epilepsie und warum treten epileptische Anfälle auf?

Epilepsie ist eine chronische neurologische Erkrankung, die durch plötzliche, unkontrollierte elektrische Entladungen im Gehirn verursacht wird. Diese können sich in Form von Krampfanfällen, Bewusstseinsstörungen oder unwillkürlichen Bewegungen äußern. Dabei gibt es nicht die eine Epilepsie, sondern viele unterschiedliche Formen mit individuellen Ursachen. Während einige Menschen nur selten und leicht betroffen sind, leiden andere unter schweren und wiederkehrenden Anfällen.



Die Ursachen von Epilepsie können vielfältig sein:



Cannabis und Epilepsie

  • Genetische Faktoren: Manche Menschen haben eine angeborene Veranlagung für epileptische Anfälle.

  • Hirnverletzungen: Schädel-Hirn-Traumata, Schlaganfälle oder Tumore können Epilepsie auslösen.

  • Infektionen: Entzündungen wie Meningitis oder Enzephalitis können das Gehirn schädigen.

  • Entwicklungsstörungen: Strukturelle Anomalien des Gehirns, die bereits vor der Geburt bestehen, können die Wahrscheinlichkeit von Anfällen erhöhen.





Wie wird Epilepsie klassisch behandelt?

Epilepsie ist meist gut behandelbar. Rund 70 % der Betroffenen werden mit Medikamenten, sogenannten Antikonvulsiva, anfallsfrei. Allerdings gibt es auch Menschen, deren Anfälle nicht ausreichend kontrollierbar sind. Diese gelten als pharmakoresistent, was bedeutet, dass herkömmliche Medikamente keine ausreichende Wirkung zeigen. Hier beginnt die Suche nach alternativen Therapien.

 


 

Kann Cannabis bei Epilepsie helfen?

In den letzten Jahren hat sich medizinisches Cannabis als vielversprechende Therapieoption für Menschen mit therapieresistenter Epilepsie herausgestellt. Besonders das Cannabinoid CBD (Cannabidiol) rückt dabei in den Fokus.

 

CBD und seine Wirkung auf epileptische Anfälle:

  • Reduziert überaktive Nervenzellen und hemmt krampfartige Entladungen im Gehirn.

  • Zeigt besonders gute Erfolge bei schwer behandelbaren Formen wie dem Dravet-Syndrom oder dem Lennox-Gastaut-Syndrom.

  • Ist Bestandteil des Medikaments Epidiolex, das von der FDA zur Behandlung von Epilepsie zugelassen wurde.

  • CBD gegen Epilepsie wird zunehmend erforscht, um die Langzeitwirkung zu verstehen.

 

THC und Epilepsie:

  • Kann in niedrigen Dosen eine krampflösende Wirkung haben.

  • In höheren Mengen besteht jedoch das Risiko, dass THC bei Epilepsie Anfälle verstärkt.

  • Aufgrund der psychoaktiven Wirkung ist THC als alleinige Therapie weniger erforscht als CBD.

 


 

Was sagen Studien zur Wirkung von Cannabis bei Epilepsie?

Seit 2018 ist CBD offiziell als Medikament zur Behandlung bestimmter Epilepsieformen zugelassen. Wissenschaftliche Studien belegen:

  • 2018: Die FDA genehmigt Epidiolex als erstes CBD-basiertes Medikament zur Behandlung von Epilepsie. Mehr zur FDA Studie

  • 2021: Eine Untersuchung zeigt, dass CBD die Anfallshäufigkeit bei therapieresistenten Patienten um bis zu 40 % reduzieren kann. Zur CBD Studie

  • Untersuchungen an Epilepsie-Spezialkliniken legen nahe, dass sowohl CBD als auch THC positive Effekte auf die Anfallskontrolle haben können. Allerdings variieren die Ergebnisse je nach Patient, und weitere Studien sind erforderlich, um diese Effekte umfassend zu verstehen. ​Bitte beachten Sie, dass die Wirksamkeit von Cannabis-basierten Therapien individuell unterschiedlich sein kann und weitere Forschung notwendig ist, um die genauen Mechanismen und langfristigen Effekte zu verstehen. Weitere Quellen findest Du hier: Zu der Link-Tabelle

 


 

Welche Anwendungsformen gibt es?

Je nach individueller Situation kann medizinisches Cannabis in unterschiedlichen Formen angewendet werden:

  • CBD-Öle und Kapseln: Werden meist oral eingenommen und sind besonders gut dosierbar.

  • Inhalation (Vaporizer): Bietet eine schnellere Wirkung, ist aber schwerer genau zu dosieren.

  • Esswaren und Tropfen: Haben eine längere Wirkungsdauer, brauchen aber mehr Zeit, bis der Effekt einsetzt.

Hinweis: Die Dosierung sollte immer in Absprache mit einem Neurologen erfolgen, da jeder Körper unterschiedlich auf Cannabis reagiert.

 


 

Was tun bei einem epileptischen Anfall?

Wenn eine Person einen epileptischen Anfall hat, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und richtig zu handeln:

  • Person vor Verletzungen schützen, aber nicht festhalten.

  • Hindernisse aus dem Weg räumen, Kopf polstern.

  • Nicht versuchen, etwas in den Mund zu stecken.

  • Nach dem Anfall in die stabile Seitenlage bringen.

  • Notruf wählen, wenn der Anfall länger als 5 Minuten dauert oder sich wiederholt.

 


 

Fazit: Ist Cannabis eine vielversprechende Therapie gegen Epilepsie?

Medizinisches Cannabis, insbesondere CBD bei Epilepsie, hat sich als vielversprechende Option zur Behandlung von therapieresistenter Epilepsie erwiesen. Es kann helfen, die Häufigkeit und Schwere von Anfällen zu reduzieren, jedoch wirkt es nicht bei allen Patienten gleich. THC und Epilepsie sollten mit Vorsicht betrachtet werden, da es sowohl positive als auch negative Effekte haben kann.

Wichtig bleibt, dass die Anwendung immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgt. Weitere Studien sind notwendig, um die genauen Wirkmechanismen und langfristigen Effekte besser zu verstehen. Menschen mit Epilepsie, die an einer Cannabis-Therapie interessiert sind, sollten sich von einem spezialisierten Neurologen beraten lassen, um die für sie beste Behandlungsoption zu finden.



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FAQ: Gängige Epilepsie-Medikamente und der Vergleich mit Cannabis



Welche Medikamente werden zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt?

Es gibt eine Vielzahl von Antiepileptika (AEDs), die abhängig von der Art der Epilepsie, dem Alter des Patienten und möglichen Nebenwirkungen verschrieben werden. Hier ein Überblick über einige gängige Medikamente:

Valproat (Valproinsäure) – z. B. Ergenyl, Orfiril
Wirkung: Blockiert die übermäßige elektrische Aktivität im Gehirn, indem es den Botenstoff GABA verstärkt.
Einsatz: Breitbandmedikament für viele Epilepsieformen, besonders gut bei generalisierten Anfällen.
Nebenwirkungen: Gewichtszunahme, Müdigkeit, Haarausfall, Leberbelastung, Teratogenität (nicht für Schwangere geeignet).
➡️ Cannabis-Vergleich: CBD wirkt ebenfalls auf das GABA-System und könnte eine ähnliche beruhigende Wirkung auf das Gehirn haben, jedoch ohne direkte Leberbelastung.
Levetiracetam – z. B. Keppra
Wirkung: Beeinflusst die Freisetzung von Neurotransmittern im Gehirn und stabilisiert die Erregbarkeit der Nervenzellen.
Einsatz: Besonders bei fokalen Anfällen und generalisierten Epilepsien.
Nebenwirkungen: Reizbarkeit, Aggressivität, Müdigkeit, Schwindel.
➡️ Cannabis-Vergleich: CBD könnte helfen, Stimmungsschwankungen und Angstzustände zu reduzieren.
Lamotrigin – z. B. Lamictal
Wirkung: Hemmt überaktive Nervenzellen, indem es den Botenstoff Glutamat reduziert.
Einsatz: Häufig bei fokalen und generalisierten Anfällen sowie bei Epilepsien mit begleitender Depression.
Nebenwirkungen: Hautausschlag (selten gefährliche Hautreaktionen wie das Stevens-Johnson-Syndrom), Schwindel, Kopfschmerzen.
➡️ Cannabis-Vergleich: CBD könnte ähnliche Vorteile bieten, jedoch ohne das Risiko schwerwiegender Hautreaktionen.
Carbamazepin – z. B. Tegretal
Wirkung: Stabilisierend auf Nervenzellen, indem es Natriumkanäle blockiert.
Einsatz: Vor allem bei fokalen Anfällen, auch bei Trigeminusneuralgie eingesetzt.
Nebenwirkungen: Müdigkeit, Schwindel, Hautausschlag, Wechselwirkungen mit vielen anderen Medikamenten.
➡️ Cannabis-Vergleich: CBD beeinflusst die Natriumkanäle indirekt und könnte eine Alternative mit weniger Wechselwirkungen sein.
Topiramat – z. B. Topamax
Wirkung: Beeinflusst mehrere Botenstoffe im Gehirn, darunter GABA und Glutamat.
Einsatz: Bei fokalen und generalisierten Anfällen, auch zur Migräneprophylaxe.
Nebenwirkungen: Konzentrationsprobleme, Wortfindungsstörungen, Gewichtsverlust, Kribbeln in Händen und Füßen.
➡️ Cannabis-Vergleich: CBD zeigt neuroprotektive Eigenschaften und könnte helfen, kognitive Nebenwirkungen zu minimieren.
Clobazam (Benzodiazepin) – z. B. Frisium
Wirkung: Verstärkt die Wirkung von GABA, dem beruhigenden Neurotransmitter.
Einsatz: Akutmedikation bei epileptischen Notfällen oder als Zusatztherapie.
Nebenwirkungen: Müdigkeit, Abhängigkeitsrisiko bei langfristiger Anwendung.
➡️ Cannabis-Vergleich: CBD kann das GABA-System modulieren, allerdings ohne das Suchtpotenzial von Benzodiazepinen.

 


 

Kann Cannabis alle diese Medikamente ersetzen?

Nein, medizinisches Cannabis ist keine vollständige Alternative zu bewährten Epilepsie-Medikamenten. Es kann jedoch als ergänzende Therapie insbesondere für Patienten mit therapieresistenter Epilepsie eingesetzt werden. Besonders CBD hat in Studien vielversprechende Ergebnisse gezeigt und wurde bereits für seltene, schwer behandelbare Epilepsieformen wie das Dravet- und Lennox-Gastaut-Syndrom zugelassen.

 


 

Was sind die Vorteile von Cannabis im Vergleich zu klassischen Antiepileptika?

✅ Natürliches Medikament mit geringerem Nebenwirkungsprofil.
✅ Weniger Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.
✅ Kein Abhängigkeitspotenzial wie Benzodiazepine.
✅ Kann stimmungsaufhellend und angstlösend wirken.
✅ Potenziell neuroprotektive Eigenschaften.

 


 

Gibt es Risiken bei der Anwendung von Cannabis bei Epilepsie?

⚠️ THC kann in höheren Dosen Anfälle auslösen.
⚠️ CBD kann mit bestimmten Antiepileptika wie Clobazam interagieren.
⚠️ Die richtige Dosierung ist entscheidend, daher sollte die Einnahme immer mit einem Neurologen abgestimmt werden.

 


 

Fazit: Kann Cannabis als Ergänzung zu Antiepileptika sinnvoll sein?

Cannabis ist kein Ersatz für klassische Epilepsie-Medikamente, kann aber als zusätzliche Behandlungsoption hilfreich sein – vor allem für Patienten, die auf herkömmliche Antiepileptika nicht ausreichend ansprechen oder unter starken Nebenwirkungen leiden. Während klassische Medikamente oft mit Müdigkeit, Gedächtnisproblemen oder Gewichtszunahme einhergehen, bietet CBD eine gut verträgliche Alternative mit neuroprotektiven und entzündungshemmenden Eigenschaften. Eine individuelle ärztliche Begleitung ist jedoch essenziell, um die optimale Kombination aus klassischen Medikamenten und Cannabis zu finden.






Nr. Autor(en) Titel Quelle
1 Carlini, E., Cunha, J. Hypnotische und antiepileptische Wirkung von Cannabidiol Link
2 Thiele, E. et al. Cannabidiol bei Patienten mit Lennox-Gastaut-Syndrom (GWPCARE4) Link
3 Szaflarski, J. Cannabidiol verbessert Anfallhäufigkeit und -schwere Link





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